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Stand Nr. 3

Waris Diries Gemälde leben von der Kraft der Farbe. Leuchtende Rot-, Blau- und Gelbtöne, markante Figuren sowie eine expressive Malweise verleihen den Werken ihre besondere Präsenz. Licht und Erinnerungen an ihre afrikanische Heimat prägen ihren künstlerischen Ausdruck.
Waris Dirie wurde 1965 in der Wüste Somalias geboren. Ihr außergewöhnlicher Lebensweg führte sie vom Nomadenleben über eine internationale Karriere als Supermodel bis zu ihrem weltweiten Engagement als Menschenrechtsaktivistin. Mit ihrer Autobiografie Wüstenblume, die in über 50 Ländern erschien und erfolgreich verfilmt wurde, machte sie das Thema der weiblichen Genitalverstümmelung einer breiten Öffentlichkeit bekannt. 1997 ernannte sie UN-Generalsekretär Kofi Annan zur UN-Sonderbotschafterin. Als Gründerin der Desert Flower Foundation setzt sie sich bis heute für den Schutz von Mädchen und Frauen ein.
Ihre Bilder sind eng mit ihrer Lebensgeschichte und persönlichen Erinnerungen verbunden. In der Malerei findet Waris Dirie eine weitere Form des Erzählens. Sie sagt dazu: „Ich erzähle meine Geschichte weiter – von meinem Leben in der Wüste, von Nähe und Zärtlichkeit, von Familie und Freundschaft, von Mutterliebe und Kindheit, aber auch von Schmerz und Verlust.“
Erst seit kurzer Zeit zeigt Waris Dirie ihre meist großformatigen Gemälde in Ausstellungen. Als Autodidaktin hat sie eine eigenständige Bildsprache entwickelt. Sie arbeitet mit Acrylfarben, deren intensive Leuchtkraft ihre Werke bestimmt. Farbe und Form entwickeln sich intuitiv während des Malprozesses. „Die Farbe und Malerei waren immer in mir. Erst jetzt habe ich mich entschlossen, meine Werke auch der Öffentlichkeit zu präsentieren.“
Schütz Fine Art vertritt Waris Dirie international. az
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Nach Jahrzehnten, in denen Waris Dirie die Welt mit ihrer Stimme bewegte, spricht sie nun mit Farben. Mit der Malerei präsentiert die international bekannte Menschenrechtsaktivistin, Bestsellerautorin und Gründerin der Desert Flower Foundation ihr Debüt als bildende Künstlerin. Kraftvoll, kompromisslos und zutiefst persönlich.
Waris Dirie ist die bekannteste Stimme im weltweiten Kampf gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM). Millionen Menschen kennen sie durch ihren internationalen Bestseller „Wüstenblume“ und ihre Arbeit als Menschenrechtsaktivistin. Nun überrascht sie mit einer neuen Seite ihres Schaffens: als bildende Künstlerin.
Die gezeigten Acrylgemälde sind kraftvolle, farbintensive Werke voller Emotion, Erinnerung und Intuition. Ohne Skizzen oder Konzept entstehen Bilder, in denen sich Gesichter, Tiere und abstrakte Formen zu eindrucksvollen Kompositionen verbinden. Zwischen Licht und Schatten, Heimat und Fremde, Liebe und Verlust entfaltet sich eine sehr persönliche Bildsprache, die unmittelbar berührt.
Zur Malerei inspiriert hat sie ausgerechnet einer der größten Popstars unserer Zeit – Sir Elton John. Waris Dirie: „Elton lud mich in sein Anwesen in Old Windsor ein. Bevor wir uns über mein Buch unterhalten haben, führte er mich durch seine beeindruckende Kunstsammlung.“ Im Gespräch ermutigte Elton John sie dazu, doch selbst zu malen: „Ich fühlte mich unglaublich inspiriert und besorgte mir Leinwände und Farben und begann zu malen.“
Für Waris Dirie ist die Malerei mehr als ein künstlerischer Ausdruck – sie ist eine neue Form des Erzählens. Ihre Werke spiegeln Erfahrungen von Freiheit, Sehnsucht, Mutterschaft, Schmerz, Hoffnung und Neuanfang wider. Sie erzählen ihr Leben. Dabei verzichtet sie bewusst auf Erklärungen und überlässt die Interpretation dem Betrachter. Waris Dirie: „Niemand kann fühlen, was ich fühle, aber ich versuche, meine Gefühle durch die Farben meiner Bilder zu vermitteln. Dabei entsteht eine Spannung, die im Bild gespeichert ist. Wenn diese Energie im Betrachter wieder lebendig wird, habe ich mein Ziel erreicht.“
Mit ihren farbintensiven Bildern öffnet Waris Dirie die Tür zu ihrer inneren Welt. Die Ausstellung zeigt eine Künstlerin, die nicht illustriert, sondern fühlt und deren Bilder ebenso kraftvoll sind wie die Geschichte ihres Lebens. Sie lädt das Publikum ein, Waris Dirie auf eine neue, überraschende und zutiefst persönliche Weise kennenzulernen.
Mit dem Erlös vom Verkauf ihrer Bilder unterstützt Waris Dirie die Bildungsprojekte der Desert Flower Foundation in Afrika.
„Ohne Titel“, 2017
Acryl auf Leinwand,
130 x 100 cm,
Bild: Schütz Art Society, © Roman Zach-Kiesling
Nibelungenstraße 36